Liebe, Lust, die Frauen und ich

Frau mit KaffeetasseWenn Männer sich in Schrift oder Bild der weiblichen Sexualität annehmen, ist das bis heute oft mit einem recht faden Beigeschmack behaftet. Ich versuche es trotzdem. Interessanterweise steckt das wahre Gift seltener im krankhaften Machismo wie er bspw. in Videoclips Verwendung findet, weil dieser derart plakativ ist, dass es keiner Brennlupe bedarf um ihn zu enttarnen. Schwieriger wird es dagegen bei diversen seriösen Publikationen, die ihre patriarchalische „Ich zeig dir wie es geht“ Mentalität mehr oder weniger subtil hinter allerhand hochtrabenden Floskeln verstecken. Jene staubtrockene Herangehensweise verdeutlicht, dass viele Männer die emotionale und völlig individuelle Natur der weiblichen Lust anscheinend nicht verstehen.
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Liebes Facebook, ich bin noch nicht fertig!

Soziale NetzwerkeDie ersten Tage ohne meinen virtuellen „Schuss“ (siehe Teil 1) waren fürchterlich. Ich fühlte mich unendlich isoliert, alleine und nutzlos. Niemand klopfte mir wohlwollend auf die Schulter oder fütterte mein kleines Ego mit Zustimmung. Darüber hinaus bekam ich den neuesten „heißen Scheiß“ nicht mehr mit, der mir ja so wichtig war. Ich musste meinen Alltag komplett umgestalten, was zunächts ziemlich schwer fiel. Dieses negative Empfinden wich jedoch recht schnell einer inneren Ruhe und Gelassenheit, die ich so gar nicht kannte. Ohne ständiges Checken von Statusmeldungen etc., konnte ich mich viel besser auf eine Sache konzentrieren und wurde produktiver denn je. Kurzum, der Ausstieg tat mir gut.
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Neue Ufer, alte Ängste (revisited)

Village RoadUnter dem Titel “Neue Ufer, alte Ängste” veröffentlichte ich 2015 eine siebenteilige Artikelreihe, die in der Form nicht fortgesetzt wird. Ich schrieb über meinen psychischen Zusammenbruch, Depression, diverse Klinikaufenthalte, den langen Weg zur Heilung, Rückschläge und vieles mehr. Das Feedback darauf war absolut überwältigend, und übertraf alle persönlichen Erwartungen bei weitem. Meine bedingungslos ehrlichen, selbstkritischen Texte, schienen vielen Lesern aus dem Herzen zu sprechen und Mut zu machen. Um den Einstieg für neue Besucher dieses Blogs zu erleichtern, habe ich hier noch mal alle Teile in chronologischer Reihenfolge verlinkt.

Neue Ufer, alte Ängste (1) – Aufbruch

Neue Ufer, alte Ängste (2) – Erkenntnisse

Neue Ufer, alte Ängste (3) – Abstieg

Neue Ufer, alte Ängste (4) – Tapetenwechsel

Neue Ufer, alte Ängste (5) – Kollateralschäden

Neue Ufer, alte Ängste (6) – Zahnräder

Neue Ufer, alte Ängste (7) – Alleingang

Liebes Facebook, wir müssen reden!

StatistikenEs dürfte 2006 gewesen sein, als ich mich endgültig vom damals schon arg schwächelnden MySpace abwandte, und mein erstes Profil bei Facebook einrichtete. Damals war mir Mark Zuckerbergs Social Media Plattform vollkommen neu, und hatte bei weitem noch nicht die Relevanz von heute. Zahlreiche „Moved to Facebook“ Grafiken auf MySpace, machten mir jedoch schnell klar, wohin die Reise geht. Ich erinnere mich noch gut daran, dass FB wegen seines nüchternen Looks nicht nur auf Gegenliebe stieß, und die ganz harten MySpace Selbstdarsteller ziemlich enttäuschte. Auch ich konnte mich erst im Laufe der Zeit halbwegs damit anfreunden, finde die Usability aber bis heute eher suboptimal, und im Vergleich zu Google+ regelrecht unstrukturiert.
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2015 – Zwölf Monate im Zeitraffer

Uhrwerk vor MauerEinen Tag vor Silvester bekommt auch mein Jahr 2015 einen imaginären Haken hinten ran. Im persönlichen Bereich waren die letzten zwölf Monate deutlich ruhiger und ereignisarmer als 2014. Es gab keine Klinikaufenthalte, keine ständig wechselnden Frauen, und auch keine enormen gesundheitlichen Fortschritte. Viel mehr galt es, die erlernten Skills in den Alltag einzubauen, und mir ein neues Leben, basierend auf Achtsamkeit und individuellen Bedürfnissen zu erarbeiten. Hier hat sich dann doch einiges getan, denn ich schaffe es mehr denn je, meine innere Stimme wahrzunehmen, und versöhnlicher mit mir umzugehen.
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Weihnachten am Rande der Stadt

Weihnachten 2015Das Christfest ist eine schwierige Zeit, nicht nur für mich, sondern für viele Menschen. Irgendwo zwischen dem schier unerreichbaren Idealbild von besinnlicher, friedfertiger Familienzusammenführung, und der totalen Katastrophe, liegt die Wirklichkeit. Wer immer noch an jenen allmächtigen zottelbärtigen Gott glaubt, addiert nach persönlichem Gusto etwas religiöse Verklärung zur ohnehin schon brisanten Mischung. Oft türmen sich im wahrsten Sinne des Wortes himmelhohe Erwartungen vor uns auf, die theoretisch schon einschüchternd wirken, praktisch aber so gut wie nicht zu stemmen sind. Viele blenden aktuelle Probleme oder zwischenmenschliche Schwierigkeiten Ende Dezember komplett aus, bzw. bestreichen sie mit einer dicken Schicht Gleichmut. Nur etwas Urlaub von der eiskalten Realität soll es sein. Ein kurzes Innehalten, bevor die Tretmühle des Alltags wieder das Geschehen bestimmt.
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Vom Helfen und Scheitern

Fußabdrücke im Schnee

Da mein letzter Artikel („Ich breche aus!“) rückblickend betrachtet etwas negativ und einseitig wirkt, hatte ich eigentlich vor, als Nächstes ein Gegenstück dafür zu verfassen. Ich wollte mich mit den Dingen beschäftigen, die das Dasein lebenswert machen. Die gut, wichtig und schön sind. Irgendwo zwischen den täglichen Horrornachrichten aus aller Welt, und kleineren Tragödien im Privatleben, verließ mich der Glaube daran jedoch ein wenig. Derzeit erscheint vieles entweder traurig, erschreckend oder schlichtweg demotivierend. Dieser Zustand ist ein Faktor, den längst nicht nur ich in meine Rechnung mit einkalkulieren muss, um persönlichen Schaden abzuwenden. Es wird Tag für Tag kälter vor der Haustür, und selbst die wärmste Jacke kommt dagegen nicht mehr an. Weiterlesen

Ich breche aus!

Skulptur des GefangenenWer mich kennt, der weiß, dass ich seit Jahren gegen die allgegenwärtige Schwere, Lethargie und Stumpfheit ankämpfe. Mal mehr und mal weniger motiviert, mit Innehalten, Zweifeln und beinahem Aufgeben. Ich strample wie ein Säugling, und versuche so gut es geht, meinen Kopf über Wasser zu halten. Ich benutze die Skills, welche man mir in all den Therapien vermittelte, um größeren Schaden abzuwenden und Hoffnung zu schöpfen. In dieser Routine aus Arztbesuchen, Papierkrieg, Achtsamkeit und Gesundungsarbeit, ist mir etwas aber vollkommen abhanden gekommen: Ein klares Bild des Feindes, gegen den ich Tag für Tag so kräftezehrend aufbegehre. Tue ich das alles wirklich aus Eigennutz, und für die Verbesserung meines Zustands, oder versuche ich mich an eine Gesellschaft anzugleichen, welche sich gerade selbst zersetzt?
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Neue Ufer, alte Ängste (7) – Alleingang

Straße ins UnbekannteDer Rückfall zeigte mir, wie sehr ich in den letzten Wochen gegen meine Befindlichkeiten, und somit gegen mich selbst, lebte. Ich dachte einfach, dass man sich seinen Ängste nicht oft genug stellen kann, und zwang mich deshalb vermehrt ins pralle Leben Berlins. Sicherlich tat mir die Ablenkung gut, aber es war auch jedes mal ein harter Kampf, unter wildfremden hippen Menschen zu sein. Der einzige vermeintliche Nutzen bestand darin, nicht wieder den Draht zu anderen zu verlieren. Die Idee, dass ich auch draußen sein kann, ohne in Kreuzberg abzuhängen, kam mir dabei nicht.
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Selfie, Hashtag und Co. – Warum bin ich bei Instagram?

Instagram London EyeDie äußerst beliebte Fotoplattform mit dem coolen „gram“ im Namen, war mir bis vor einigen Monaten allenfalls vom Hörensagen bekannt. Kim Kardashian hier, Skandale da, tolle Bilder dort. Was man eben so erzählt. Da sich meine private Selbstdarstellerei bisher auf Facebook beschränkte, kam es mir auch lange nicht in den Sinn, dahingehend weitere Nachforschungen anzustellen. Als ich mich entschied, diese Webseite ins Leben zu rufen, und meine Bilder fortan einer größeren Öffentlichkeit vorzustellen, sollte sich das jedoch ändern. Mittlerweile habe ich schon etwas Instawissen angehäuft, welches ich natürlich gerne teilen möchte. Weiterlesen

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