Logbucheintrag #7 – Neue Männer braucht das Land!

Sexismus und Frauenfeindlichkeit sind Probleme, die uns alle betreffen. Besonders Männer müssen sich hier noch viel klarer positionieren, und in ihrem Umfeld offen gegen übergriffiges Verhalten Stellung beziehen. Plumpe Anmachen und derbe Machowitze sind keine Kavaliersdelikte, sondern Wegbereiter der Rape Culture. Dieses Video gibt ein paar nützliche Denkanstöße für alle, die einen Beitrag zur Gleichberechtigung leisten möchten. Go for it!

 

Vom Helfen und Scheitern

Fußabdrücke im Schnee

Da mein letzter Artikel („Ich breche aus!“) rückblickend betrachtet etwas negativ und einseitig wirkt, hatte ich eigentlich vor, als Nächstes ein Gegenstück dafür zu verfassen. Ich wollte mich mit den Dingen beschäftigen, die das Dasein lebenswert machen. Die gut, wichtig und schön sind. Irgendwo zwischen den täglichen Horrornachrichten aus aller Welt, und kleineren Tragödien im Privatleben, verließ mich der Glaube daran jedoch ein wenig. Derzeit erscheint vieles entweder traurig, erschreckend oder schlichtweg demotivierend. Dieser Zustand ist ein Faktor, den längst nicht nur ich in meine Rechnung mit einkalkulieren muss, um persönlichen Schaden abzuwenden. Es wird Tag für Tag kälter vor der Haustür, und selbst die wärmste Jacke kommt dagegen nicht mehr an. Weiterlesen

Ich breche aus!

Skulptur des GefangenenWer mich kennt, der weiß, dass ich seit Jahren gegen die allgegenwärtige Schwere, Lethargie und Stumpfheit ankämpfe. Mal mehr und mal weniger motiviert, mit Innehalten, Zweifeln und beinahem Aufgeben. Ich strample wie ein Säugling, und versuche so gut es geht, meinen Kopf über Wasser zu halten. Ich benutze die Skills, welche man mir in all den Therapien vermittelte, um größeren Schaden abzuwenden und Hoffnung zu schöpfen. In dieser Routine aus Arztbesuchen, Papierkrieg, Achtsamkeit und Gesundungsarbeit, ist mir etwas aber vollkommen abhanden gekommen: Ein klares Bild des Feindes, gegen den ich Tag für Tag so kräftezehrend aufbegehre. Tue ich das alles wirklich aus Eigennutz, und für die Verbesserung meines Zustands, oder versuche ich mich an eine Gesellschaft anzugleichen, welche sich gerade selbst zersetzt?
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Logbucheintrag #6 – Gezeitenwechsel

StraßenlaterneDer Sommer ist vorbei, und nach ein paar Tagen des goldenen, wunderschönen Herbstes, kommt jetzt die dunkle Phase auf uns zu. Das für depressive Menschen so wichtige Sonnenlicht lässt sich immer seltener blicken, und macht einer oft schmerzlich lange andauernden Düsternis Platz. Wenn ich auf die Vorhersage blicke, und jene mir solch ein Wetter prophezeit, bekomme ich Angst. Angst vor der Zukunft, Angst vor den Wochen ohne Licht, Angst vor allem. Ich weiß, dass es trotz all der erlernten Skills nicht leicht ist, diese Jahreszeit durchzustehen. Im Gegenteil, es wird ein Kampf, welcher von mir Achtsamkeit und aktive Gegenwehr fordert. Bin ich einmal mehr dafür bereit? Ich hoffe es.

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